Mit großer Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Haupt- und Finanzausschuss am gestrigen Abend (05.02.2026) dem Stadtrat die Empfehlung ausgesprochen hat, eine Stelle des Klimaschutzmanagements in eine allgemeine Projektmanagementstelle umzuwandeln. Dass die CDU diesen Schritt beantragt und SPD und die Familienpartei zugestimmt haben, ist ein fatales Signal für die Zukunft unserer Stadt.
Klimaschutz ist keine beliebige Projektaufgabe, die nebenbei erledigt werden kann. Er ist eine zentrale Daueraufgabe, die Fachwissen, klare Zuständigkeiten und politische Priorität erfordert.
Klimaschutzmanagement bedeutet nicht Symbolpolitik, sondern ganz konkrete Arbeit: Fördermittel einwerben, Maßnahmen koordinieren, Bürger beraten, Energie- und Wärmeprojekte voranbringen. Wer hier kürzt, bremst Fortschritt und verzichtet auf finanzielle Chancen für unsere Stadt. Wer diese Struktur schwächt, bremst konkrete Maßnahmen aus, verzögert Fortschritte und gefährdet die Erreichung der Klimaziele vor Ort und damit für das gesamte Land.
Gerade in Zeiten zunehmender Extremwetterereignisse und steigender gesellschaftlicher Kosten durch die Klimakrise braucht Coesfeld eher mehr Engagement im Klimaschutz als weniger. Die Umwandlung der Stelle sendet das falsche Signal an die Bürger:innen, Unternehmen und kommende Generationen.
Wir fordern die Verantwortlichen aus dem Stadtrat auf, diese Entscheidung zu überdenken und am kommenden Dienstag in der Ratssitzung den Klimaschutz in Coesfeld wieder als das zu behandeln, was er ist: eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.
