Zeichen setzen für Toleranz, Vielfalt und Demokratie: Demo und Musik beim „Rock am Turm“-Festival in Coesfeld
Am kommenden Wochenende (18. und 19. Juli) wird das beliebte Musikfestival „Rock am Turm“ wieder auf dem Fabrikgelände im Dreischkamp gefeiert. Seit 2001 ist das Festival eine feste Institution in Coesfeld – musikalisch vielfältig, gesellschaftlich engagiert und nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Unter dem diesjährigen Motto „No to racism – Für Toleranz & Vielfalt“ ist die Veranstaltung aktueller denn je.
In diesem Jahr setzen wir gemeinsam mit Brawl Concerts und dem Bündnis „Demokratie. Gemeinsam. Leben. Coesfeld“ ein starkes Zeichen gegen den zunehmenden Rechtsextremismus.
Am Freitag, den 18. Juli, wird es eine Demonstration zum Festival geben, um deutlich zu machen: Menschenfeindlichkeit, Intoleranz und Antisemitismus haben in Coesfeld keinen Platz. „In den letzten Jahren wurde die öffentliche Debatte von Begriffen geprägt, die lange undenkbar schienen: Remigration, Zustrombegrenzungsgesetz, Drecksarbeit. Diese sprachliche Verrohung verschiebt Grenzen und gefährdet unser demokratisches Miteinander“, warnt Stefanie Nienhaus von Coesfeld for Future.

Die Demonstration startet um 16:00 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Coesfeld. Nach einem kurzen Auftakt mit Redebeiträgen – u.a. von den Abiturienten Gustav Hisker und Lutz Pfannenschmidt vom Gymnasium Nepomucenum – setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung. Begleitet wird er von einem Musiktruck, auf dem DJ Tobsen vom Coe Beat BBQ e.V. mit „weltoffenen Tunes gegen Ausgrenzung“ für Stimmung sorgt. Die Route führt über die Bahnhofstraße und die Dülmener Straße direkt zum Festivalgelände. Während des Zuges bleibt die linke Fahrbahn für den Verkehr geöffnet. Gegen 17:00/17:15 Uhr wird die Demonstration am Gelände ankommen und mit einem Redebeitrag abgeschlossen. Direkt im Anschluss beginnt das Festival mit dem ersten Act: ELNA.
„Wir sind optimistisch, dass das Wetter dieses Mal mitspielt und wir die Demo ohne Zwischenfälle durchführen können“, ergänzt Saskia Land. Im Vorjahr musste die Veranstaltung kurzfristig wegen eines Extremwetterereignisses abgesagt werden. Die Organisator:innen – Saskia Land und Stefanie Nienhaus (Coesfeld for Future) sowie Philipp Mussinghoff und Lukas Bertels (Brawl Concerts) – freuen sich auf viele Teilnehmende:
„Jede:r ist herzlich willkommen. Der Bahnhof ist ein idealer Startpunkt – auch für Menschen aus den Nachbarorten, die sich spontan anschließen möchten“, so Lukas Bertels.
Mit Musik, Haltung und Zusammenhalt wollen die Veranstalter\:innen ein deutliches Signal senden: Für Demokratie, Vielfalt und ein friedliches Miteinander – gegen Hass, Hetze und rechte Ideologien.
